Padma Balance


Heilen im schamanischen Kontext


Was bedeutet das?

Im Zentrum der schamanischen Arbeit steht die Natur mit Ihren Kräften und Qualitäten. Es geht um die Rückverbindung und das Heil sein durch die Erkenntnis der Verwobenheit von allem was da ist.

Die Natur schenkt uns das was wir zum Leben und Wachsen brauchen. Sie schenkt uns Ihre Medizin, auch wir selbst sind Medizin, hüten und teilen (im besten Fall) unsere persönliche Medizin für andere und für unseren Planeten mit seinen Bewohnern.

Wir wirken in der schamanischen Arbeit mit den Kräften von Mutter Erde und Vater Himmel, mit den Qualitäten der Himmelsrichtungen, der Elemente, den Bausteinen des Lebens. Es geht dabei um Reinigung und Erneuerung unseres Energie-, Emotional- und materiellen Körpers, auch das Mentale wird erneuert, der Gedankenkörper, der einen großen Einfluss auf unser Leben hat. Alte Muster werden durch das Austreten aus den gewohnten Bahnen aufgelöst und neue heilsame Lebensmuster können so neu geflochten werden. Unser Bewusstsein erlebt eine Erweiterung. Hingabe an das Sein entfaltet sich.

Die sogenannte „nichtreale Wirklichkeit“ mit Geisthelfern, Tier-, Pflanzen- und auch Steinwesen unterstützt uns alle auf unserem Lebensweg. Wir entdecken nach und nach unsere persönliche Medizin, unsere Seelengeschwister im Reich der Naturkräfte, mit deren Hilfe wir Kraft schöpfen und Kraft zu teilen vermögen. Wenn wir selbst heil werden, dann können wir auch für unser Umfeld heilsam wirken.

Schamanische Techniken sind sehr breit gefächert. Wir erleben Energie- sowie Meridianmassagen, Räucherungen, Harmonisierung durch Klänge, Gesänge und Düfte, Trommelreisen, Begegnung mit Pflanzendevas und Pflanzenmedizin, Tiergeistern und Steinkräften, Arbeit mit songenannten Spirits (kraftvolle Heilgeister) sowie unseren AhnInnen und noch vieles mehr.

Das Wort Schamane stammt aus dem Turgisischen und bedeutet etwa:

Der/Die durchs Feuer geht. Das heißt ein/e schamanisch Wirkende/r ist selbst durch einen tiefen Reinigungsprozess auf körperlicher/geistiger/seelischer/spiritueller Ebene gegangen. Dies wird als Initiation bezeichnet und befähigt ihn/sie Einblick in die Bedürfnisse ihrer/seiner Mitmenschen zu nehmen.

Schamanen und schamanisch Tätige arbeiten mit Hilfe von Tranceinduktion, d.h. es wird dabei ein besonderer Bewusstseinszustand herbeigeführt, in dem der Schamane/die Schamanin Informationen aus dem kollektiven Bewusstsein schöpfen kann.

Schamanismus-Schamanentum

Schamanismus gilt als das älteste Heilsystem dieser Erde. Alle Naturvölker kennen und kannten ähnliche Heilmethoden in Verbindung mit Natur, Erde, Sonne, Mond, den vier Himmelsrichtungen, Harmonie der Elemente, Geistwesen (Ahnen) etc.

Die WHO -Weltgesundheitsorganisation- hat den Schamanismus als probates und wirkungsvolles Heilsystem für psychosomatische Erkrankungen anerkannt.

Auch bei uns ist Schamanismus durchaus bekannt: Wender, Knochenrichter, Gesundbeter, Kräuterfrauen, das alte Heilwissen lebt noch immer und wird auch durch die UNESCO als „immaterielles Kulturerbe“ zusehends geschützt und gesammelt.

Das Schamanentum bezeichnet aber nicht nur das Heilsystem eines Volkes, sondern spricht von der Anbindung an die irdischen und kosmischen Kräfte, die das Leben auf Erden und darüber hinaus gestalten. Nur wenn die Einheit und Harmonie mit diesen Kräften besteht, ist ein Volk und seine Umwelt gesund und stark.

Wir leben in einer Zeit, in der die Verbindung zu den „natür“-lichen wie kosmischen Kräften sehr ins Wanken geraten ist, teilweise ist sie beinahe ganz verloren gegangen. Darum ist es mir so wichtig, Naturerleben zu ermöglichen, denn dieses Eintauchen in und Verstehen von natürliche/n Lebenszusammenhängen macht uns Menschen weit im Geist und im Herzen. Wir werden zu toleranteren Wesen.